Hinter dem Horizont…

…geht‘ weiter.

Sprich: Das Blog wird – trotz Nichteinhaltung der irgendwann versprochenen Jahresfrist – irgendwann fortgesetzt. In den letzten Wochen habe ich aber so viel anderes zu tun, dass mir das selbst mit der Jahresfrist zwar möglich wäre aber keinen Spaß machen würde. Und das wollen wir ja nicht…

Vorschau auf einen vor Wochen begonnen Eintrag:
Manchmal kommen Menschen auf die für mich immer noch sehr seltsame Idee, mich als Festredner zu buchen. Sie scheinen der Meinung zu sein, ich könne vielleicht irgendeinen ernsthaften Beitrag zur Welt, zum Leben, dem Jubiläum eines Bundes oder Ähnlichem beisteuern. Wie diese Menschen darauf kommen, ist mir ein Rätsel und warum sie mir hinterher auch noch sagen, dass das ganz toll funktioniert hat, ebenso. (
http://adv-meriana.de/)

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Gibt’s denn hier keine Wurst?

Nicht beim CV

Am 18.05.2017 war ich mal wieder in Köln, obwohl das eigentlich gar nicht meine Zeit ist, um in Köln zu sein. Regelmäßig in Köln bin ich nämlich vor allem, weil da kurz vor Weihnachten immer diese Band von gaaanz früher spielt, die es aber immer noch gibt und die immer noch die Revolution wollen. Die waren aber im Mai gar nicht da und Karneval war auch nicht, sonst wäre ich nämlich ganz bestimmt nicht da gewesen, was aber wieder eine andere Geschichte ist. Das war also alles extrem verwirrend und deswegen habe ich auch vergessen Fotos zu machen. Stattdessen also im Bild ein paar Enten, die ich immerhin mit nur ein paar Tagen Abstand zu meinem Besuch in Köln fotografiert habe, als ich einen befreundeten Landser besuchte. Allerdings nicht in Köln. Und ob das katholische Enten sind, weiß ich auch nicht.

Ist natürlich auch alles Quatsch. Denn wenn es hier in diesem Blog steht und schon von Katholiken die Rede war, warum werde ich dann wohl in Köln gewesen sein..hm? Richtig, der KDStV Rappolstein hatte zur Lesung geladen und ich bin wie üblich kurz vor knapp im Rheinland aufgeschlagen, nur um dann festzustellen, dass es in dieser Ecke der Stadt nach 18:00 Uhr keine ordentliche Bratwurst mehr zu geben scheint. Ich habe dann deswegen irgendso ein nur halb leckeres belegtes Brötchen vom Bäcker gegessen, das aber viel zu trocken war. Voll interessant, oder?

Was soll ich sonst noch groß erzählen? Lesung war wie immer. Also die totale super-hammer-meganice-mützen-rock’n’roll-Show halt – is klar, oder? Außerdem habe ich mir notiert, dass ich einen schlagenden CVer kennengelernt habe. Nur habe ich inzwischen leider vergessen, was genau es damit auf sich hatte. Also lieber…tja, was sag ich jetzt…Farbenbruder, Waffenbruder…da kennt sich ja keiner mehr aus bei sowas. Also, Typ, wenn Du das hier liest, dann musst Du schon selber kommentieren, wie es eigentlich dazu kam und ob das Einverständnis des Bischofs nötig war oder nicht.

Außerdem war einer der Autoren von „Das  Recht im couleurstudentischen Alltag“ anwesend. Ich war ein bisschen enttäuscht, weil er keine Barbour-Jacke trug. Das gab mir dann nach dem schlagenden CVer endgültig den Rest. Man kann sich wirklich heutzutage auf nix mehr verlassen. It’s a Mett-World.

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Lecker!

Der Genussbahnhof „Bahnsteig 1“

Schön is‘ ja vor allem auch inne Eifel, woll? Jedenfalls mag einem das so vorkommen, wenn man aus dem Sieger- oder Sauerland stammt. Ich für meinen Teil stamme zwar nur ein ganz bisschen aus dem Bergischen Land, aber in der Eifel finde ich es trotzdem recht nett. Das mag aber auch daran liegen, dass ich demnächst fünfzig werde. Ob man es in der Eifel nämlich mit 20 so richtig prall findet, da bin ich mir nicht so…obwohl! Ich bin mir da sogar sehr sicher. Mayen, Gerolstein und Daun mögen hübsche Ausflugsziele sein – für so Fünfzigjährige jedenfalls. Aber als Zwanzigjähriger fand ich es da nur so mittel. Zum einen weil ich dort lernen musste, wie man Heckler&Koch-Produkte zerlegt und wieder zusammensetzt, während man einen Sack über dem Kopf hat, zum anderen weil da nun mal außer Gegend mit nassen Vuklkanlöchern drin nicht wirklich viel los ist.

Da man aber mit kurz vor fünfzig so langsam Gefallen findet an Hügellandschaften mit Flüssen und nassen Vulkanlöchern drin und an Grün und an lecker Essen, kann man ruhig mal in die Eifel fahren. Wenn da dann auch noch eine sympathische Buxe eine allerliebste Gastronomie in Mayschoß betreibt, dann erst recht. Und wenn man da nicht mit Sack überm Kopf H&K-Produkte zerlegen soll, sondern vorlesen und essen und trinken, dann erst recht. Bei der besagten sympathischen Buxe gibt es nämlich sehr lecker Schmackofatz und eine hübsch eingerichtete Spirituosenbar noch außerdem. Wenn man dann auch noch vorher das Kind in Bonn abgeben kann, was der sogar super findet, weil da ein Kindergartenkumpel hingezogen ist, dann steht dem wilden Leben im Ahrtal nichts mehr im Wege.

Studentische Deko

Das dachte sich dann auch noch manch anderer von Buxe bis Curry und – man höre und staune – von weit unter bis deutlich über fünfzig und reiste im März 2017 zur Lesung unter dem schönen Titel „Studinnieren“ an. Selbst mein mir angetrautes Eheweib konnte wegen der sicheren Unterbringung des Sprosses nicht nur dabei, sondern sogar entspannt dabei sein. Und weil das im Jahr 2017 so schön war, passiert das so ähnlich in 10 Tagen, am 17. März 2018, schon wieder. Wahnsinn, oder? Kann man sich sogar im Netz für anmelden, falls noch Platz frei sein sollte. Das weiß aber nur die sympathische Buxe – ich komme nur zum Essen, Trinken und Vorlesen und nicht zum Hecklern oder Kochen.

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Vorlesen und Nachtrinken

Bier in Hand an Mensch in Keller

Meine Bundesbrüder sehen mich ja nur noch selten, weil ich in den letzten Jahren meine familiär zugeteilten Zeitkontingente für Biertrinken in Couleur vor allem auf anderen Häusern verbringe, um dort vorzulesen. Als ich dann am 26.01.2017 doch mal wieder bei meinen lieben Sängern in Freiburg war, bestanden die tatsächlich darauf, dass ich nicht nur aus dem gelben Buch vorlesen solle. Nein, ich musste auch davon erzählen, warum man seine Kinder weder Aaron noch Leonie nennt, warum Veganer extrem wichtig für die Integration von Migranten sind, warum man selbst im Wald nicht furzen soll und was der Preis der Freiheit ist. Dafür bekam ich sogar ein Fläschchen lecker zu trinken überreicht, weil ich beim letzten Mal gesagt hatte, dass ja wohl früher mehr Lametta war, so in Sachen Geschenke für Vortragende.

Aber früher war ja einfach generell mehr Lametta. Jetzt verbietet die EU das ganz – und Bleigießen auch. Ist nämlich beides voll gefährlich…und man verdient mit Lametta und Bleigießen auch weniger Geld als mit Tabaksteuer und Waffenexport, wenngleich die beide auch nach neuesten Erkenntnissen unter dem Verdacht stehen, gesundheitsschädlich zu sein. Aber vorher ist erst noch das gefährliche Mett dran – und vermutlich Gummibärchen oder so. Bitte beschützen Sie mich vor mir selbst!

Später in der Nacht wollten dann so gegen 01:00 noch die Teuten zur Lesung kommen, die Stunden vorher angefangen hatte. Die scheinen sich also von noch ziemlich rechts außen um die 1990 zu jetzt vor allem verpeilt entwickelt zu haben. Ist mir so rum lieber…
Außerdem habe ich erfahren, dass ein altes Gedicht von mir es doch tatsächlich geschafft hat, zum jährlichen Silversterritual einer WG und letztlich eines ganzen Freundeskreises zu werden. Was will man als Autor mehr – außer vielleicht an einer Berliner Universitätsfassade stehen und unter großem Rummel dann nach langen Jahren dort wieder entfernt werden…?

 

 

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Vom Fuchs, der nie einer war und andere wilde Geschichten

Über die Lesung am 07.12.2016 bei der Alten Darmstädter Burschenschaft Germania wird sich ja wohl in 28 Minuten schnell was zusammenhämmern lassen, oder? Sonst habe ich nämlich schon wieder die Jahresfrist überschritten. Man meint immer, das sei so einfach, schnell was in so ein Blog zu prügeln. Aber da muss man Fotos suchen – erst auf dem iPhone, dann auf der Festplatte, dann auf den 17 SD-Karten – und dann feststellen, dass man keine hat. Dann muss man ganz viel Gingko und Ginseng und sowas essen, um das Gedächtnis anzukurbeln, bis man merkt, dass das im Nachhinein dann auch nichts mehr hilft. Aber irgendwann hatte man doch angefangen sich Notizen zu machen, weil es zwischen Lesen und Blog-Schreiben immer so viel Zeit liegt? Ha! Zu Darmstadt gibt es tatsächlich welche.

Da steht zum Beispiel, dass besonders illustre Gäste da waren. Zum Beispiel eine antialkoholische Buxe – ob’s eine DB-Buxe war, weiß ich nicht mehr, aber jedenfalls keine, die zu irgendeinem Gemischtwarenladen gehört, der dann trotzdem Burschenschaft heißt.
Außerdem war der Fuchs anwesend, der nie einer war. Dieser Fuchs heißt nämlich so und ist ein alter Freund aus Darmstadt. Schön daran war vor allem schon immer, dass mein Leibfux tatsächlich den gleichen Vornamen trägt wie jener Herr Fuchs. Ich ändere mal ab, weil ich nicht weiß, ob die Teilgenannten gerne vollständig Genannte wären. Ich habe jedenfalls in meinem Kreise den Alfons Fuchs und den Fux Alfons – oder hätte ich, wenn auch nur einer von beiden Alfons hieße…aber is klar, ne?

Nicht so klar waren mir hingegen die Geschichten eines Herrn, der selber behauptete mal in den geheimeren Regionen des Staatsdienstes tätig gewesen zu sein und erzählte, dass sowohl ein gewisser Herr Becker als auch ein gewisser Herr Waidner in gewissen Zeiten derer aktiver Auseinandersetzung um Natur un Zukunft der DB in regem Kontakt zum Verfassungsschutz gestanden haben sollen… Das klingt interessant und vielleicht führt das ja auch hier noch zu ein paar erhellenden Kommentaren durch andere Verfassungsschützer, Nationalverteidiger, Innenarchitekten und Ministerialsynergenten…? Aber andererseits hat man von dem gewissen Herrn Becker lange nix gehört und – Moment! Wieso eigentlich nicht? Ich lasse das Thema vielleicht besser mal ruhen…

Aber die Lesung war hübsch, das Bier kalt genug, und weil ich sonst keine Bilder habe, hier noch eins von mir aus der damals gerade ausgehenden Zeit, als ich selber noch in Darmstadt und bei Mama und Papa wohnte.

1988

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Da steht’n Hofbräuhaus aufm Flur


Neulich war…nee, noch mal von vorne: Letztes Jahr war in München keine Lesung. Aber ausnahmsweise schreibe ich jetzt mal im üblichen Jahresabstand über eine Einladung als Festredner. Denn am 03. Dezember 2016 hatte ich die Ehre, beim Herrenabend des Corps Cisaria in München die Festrede halten zu dürfen. Oder nennt man das an so einem Herrenabend gar nicht Festrede sondern eher Bespaßungsprogramm oder Verdauungshintegrundgeräusche? Aber vor allem letzteres klingt irgendwie irreführend…

Jingle Bells!

Wie man auf den Fotos deutlich erkennen kann, war auch letztes Jahr schon im Dezember Adventszeit. Das ist nicht weiter verwunderlich und wurde wie jedes Jahr höchste Zeit, weil die seit August im Handel erhältlichen Weihnachtssüßigkeiten sich schon ihren Haltbarkeitsdaten näherten und außerdem langsam Platz für die Osterhasen 2017 in den Regalen benötigt wurde. Aber das interessiert 200 Meter von der Maximilianstraße entfernt sowieso niemand. Denn dort geht es nicht um Schokoladenfigürchen für einen Appel und ein Ei, sondern darum den japanischen, chinesische und russischen Shopping-Touristen Kleider für den Preis eines Kleinwagens und Uhren für den Preis eines Einfamilienhauses im Hunsrück zu verkaufen. Süßer die Glocken nie klingen…

Zwischen Rolex und Cartier wohnen die Cisaren zwar nicht, aber dafür schräg gegenüber vom Hofbräuhaus. Dadurch kann man seine Wohnlage immerhin in mindestens vierzig Ländern dieser Welt präzise beschreiben, ohne eine Adresse anzugeben. Und es gibt immer Bier, auch wenn es gerade mal kein Bier gibt, obwohl es natürlich immer Bier gibt, weil das ein Naturgesetz ist wie etwa die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit oder die Tatsache, dass in der Kassenschlange, die man sich aussucht, vorne der ältere Herr mit seiner Münzsammlung von 1929 bezahlen möchte. 

Corps Cisaria in Sprungweite des Hofbräuhauses

Das hat bis hierhin allerdings verdammt wenig mit dem Corps Cisaria oder dem Verlauf des Abends zu tun – oder vielleicht sogar doch ein bisschen. Denn so ein paar Klischees, wie das von den Nationalitäten der Cartier-einkaufenden Touristen oder das vom älteren Herrn mit Vorkriegszahlungsmitteln, haben wir schon abgehandelt. Und so ein Klischee ist ja doch ein arg naher Verwandter des Vorurteils. Darum ging es dann nämlich in der Rede zum Herrenabend – Toleranz und Vorurteil. Das ist eine Rede, die völlig ohne die Begriffe „Flüchtling“, „AfD“ und „Pegida“ auskommt, und es ist eine Rede, die ich zugegebenermaßen nicht zum ersten Mal gehalten habe. Das liegt daran, dass es mir weiß Gott nicht jeden Tag gelingt, etwas zu schreiben, was gleichermaßen für einen Festkommers wie für einen Herrenabend taugt, weil es ein bisschen unterhaltsam aber auch ein bisschen ernsthaft ist. Ich glaube, dieser Text würde sogar mit ein paar kleinen Änderungen bei einem Parteitag der Grünen recht gut funktionieren, und niemand käme darauf, dass er eigentlich für ein Publikum von vermeintlichen Verteidigern des Patriarchats geschrieben wurde. Aber sowas gelingt mir leider – wie gesagt – nicht jeden Tag. Außerdem habe ich überhaupt nicht vor, jemals bei einem Parteitag der Grünen zu sprechen – und übrigens auch bei sonst keinem Parteitag.


Wie zu erwaten war, schweift das alles hier wieder mal ganz furchtbar ab. Deswegen sage ich nur noch: das Essen war lecker, der Abend war schön, die Cisaren hervorragende Gastgeber und zum Oktoberfest bin ich trotzdem dieses Jahr nicht wiedergekommen. Gegen das habe ich nämlich ein (Vor)urteil. Und jetzt Weihnachtsbilder angucken und Jingle Bells!

Oh, Tantenbaum!


 

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Schönes Wetter heute, was?

Dieses Jahr am 29.06.2017 haben die meisten von uns vermutlich nachgeschaut, ob die Skier in Schuss und die Schlittschuhkufen schön frisch geschliffen sind. Denn mit dem Zufrieren der ersten Seen war in Kürze zu rechnen. Zum gleichen Datum 2016 war es heiß, sehr heiß. Und im Stuttgarter Kessel wehte dazu auch keine erfrischende Brise. Aber wer redet schon vom Wetter? Nur Leute, die sonst nichts zu sagen haben, würde ich sagen.
„Schönes Wetter heute, was?“
„Ja, ach, bisschen schwül halt…“
„Hmmm, und zuhause?“
„Alles gut. Und selbst?“
„Könnt nicht besser klagen.“
„Na dann…schöne Grüße mal. Ich leg mich wieder hin.“

Was ich damit sagen will? Ich glaube, an dem Abend ist wirklich nicht viel Erstaunliches passiert. Es war heiß, ich habe das Haus gefunden und war mehr oder minder pünktlich. Ich habe dran gedacht,
die ordentlichen Schuhe anzuziehen, bevor ich vom Auto zum Haus rüber schwitzte. Die Nachbarschaft war, wenn ich mich recht entsinne, eher ein gehobenes, neueres Wohngebiet als eine Altstadt. Auch die Lesung verlief ohne Zwischenfälle und ich musste leider an dem Abend gleich danach wieder los. Was soll ich also sagen?

Da ziehe ich mich am besten auf die bewährten Rede-Bausteine des Mützenstudenten zurück, wenn es nicht viel zu sagen gibt:
„Danke für gehabtes Verbum!
Nicht ohne hernach…
Vivat, crescat, floreat Hilaritas!
Vivat, crescat, floreat ADB!“

Denn diese wunderbare wenngleich überhitzte Unaufgeregtheit fand bei der Burschenschaft Hilaritas in Stuttgart statt, Mitbegründer der Allgemeinen Deutschen Burschenschaft. Und allein dafür hätten sie hier eigentlich mehr verdient. Aber es war wirklich zu heiß für Kinkerlitzchen. Und Fotos habe ich auch schon wieder vergessen.

 

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