Vom Fuchs, der nie einer war und andere wilde Geschichten

Über die Lesung am 07.12.2016 bei der Alten Darmstädter Burschenschaft Germania wird sich ja wohl in 28 Minuten schnell was zusammenhämmern lassen, oder? Sonst habe ich nämlich schon wieder die Jahresfrist überschritten. Man meint immer, dass ei so einfach, schnell was in so ein Blog zu prügeln. Aber da muss man Fotos suchen – erst auf dem iPhone, dann auf der Festplatte, dann auf den 17 SD-Karten – und dann feststellen, dass man keine hat. Dann muss man ganz viel Gingko und Ginseng und sowas essen, um das Gedächtnis anzukurbeln, bis man merkt, dass das im Nachhinein dann auch nichts mehr hilft. Aber irgendwann hatte man doch angefangen sich Notizen zu machen, weil es zwischen Lesen und Blog-Schreiben immer so viel Zeit liegt? Ha! Zu Darmstadt gibt es tatsächlich welche.

Da steht zum Beispiel, dass besonders illustre Gäste da waren. Zum Beispiel eine antialkoholische Buxe – ob’s eine DB-Buxe war, weiß ich nicht mehr, aber jedenfalls keine, die zu irgendeinem Gemischtwarenladen gehört, der dann trotzdem Burschenschaft heißt.
Außerdem war der Fuchs anwesend, der nie einer war. Dieser Fuchs heißt nämlich so und ist ein alter Freund aus Darmstadt. Schön daran war vor allem schon immer, dass mein Leibfux tatsächlich den gleichen Vornamen trägt wie jener Herr Fuchs. Ich ändere mal ab, weil ich nicht weiß, ob die Teilgenannten gerne vollständig Genannte wären. Ich habe jedenfalls in meinem Kreise den Alfons Fuchs und den Fux Alfons – oder hätte ich, wenn auch nur einer von beiden Alfons hieße…aber is klar, ne?

Nicht so klar waren mir hingegen die Geschichten eines Herrn, der selber behauptete mal in den geheimeren Regionen des Staatsdienstes tätig gewesen zu sein und erzählte, dass sowohl ein gewisser Herr Becker als auch ein gewisser Herr Waidner in gewissen Zeiten derer aktiver Auseinandersetzung um Natur un Zukunft der DB in regem Kontakt zum Verfassungsschutz gestanden haben sollen… Das klingt interessant und vielleicht führt das ja auch hier noch zu ein paar erhellenden Kommentaren durch andere Verfassungsschützer, Nationalverteidiger, Innenarchitekten und Ministerialsynergenten…? Aber andererseits hat man von dem gewissen Herrn Becker lange nix gehört und – Moment! Wieso eigentlich nicht? Ich lasse das Thema vielleicht besser mal ruhen…

Aber die Lesung war hübsch, das Bier kalt genug, und weil ich sonst keine Bilder habe, hier noch eins von mir aus der damals gerade ausgehenden Zeit, als ich selber noch in Darmstadt und bei Mama und Papa wohnte.

1988

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Da steht’n Hofbräuhaus aufm Flur


Neulich war…nee, noch mal von vorne: Letztes Jahr war in München keine Lesung. Aber ausnahmsweise schreibe ich jetzt mal im üblichen Jahresabstand über eine Einladung als Festredner. Denn am 03. Dezember 2016 hatte ich die Ehre, beim Herrenabend des Corps Cisaria in München die Festrede halten zu dürfen. Oder nennt man das an so einem Herrenabend gar nicht Festrede sondern eher Bespaßungsprogramm oder Verdauungshintegrundgeräusche? Aber vor allem letzteres klingt irgendwie irreführend…

Jingle Bells!

Wie man auf den Fotos deutlich erkennen kann, war auch letztes Jahr schon im Dezember Adventszeit. Das ist nicht weiter verwunderlich und wurde wie jedes Jahr höchste Zeit, weil die seit August im Handel erhältlichen Weihnachtssüßigkeiten sich schon ihren Haltbarkeitsdaten näherten und außerdem langsam Platz für die Osterhasen 2017 in den Regalen benötigt wurde. Aber das interessiert 200 Meter von der Maximilianstraße entfernt sowieso niemand. Denn dort geht es nicht um Schokoladenfigürchen für einen Appel und ein Ei, sondern darum den japanischen, chinesische und russischen Shopping-Touristen Kleider für den Preis eines Kleinwagens und Uhren für den Preis eines Einfamilienhauses im Hunsrück zu verkaufen. Süßer die Glocken nie klingen…

Zwischen Rolex und Cartier wohnen die Cisaren zwar nicht, aber dafür schräg gegenüber vom Hofbräuhaus. Dadurch kann man seine Wohnlage immerhin in mindestens vierzig Ländern dieser Welt präzise beschreiben, ohne eine Adresse anzugeben. Und es gibt immer Bier, auch wenn es gerade mal kein Bier gibt, obwohl es natürlich immer Bier gibt, weil das ein Naturgesetz ist wie etwa die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit oder die Tatsache, dass in der Kassenschlange, die man sich aussucht, vorne der ältere Herr mit seiner Münzsammlung von 1929 bezahlen möchte. 

Corps Cisaria in Sprungweite des Hofbräuhauses

Das hat bis hierhin allerdings verdammt wenig mit dem Corps Cisaria oder dem Verlauf des Abends zu tun – oder vielleicht sogar doch ein bisschen. Denn so ein paar Klischees, wie das von den Nationalitäten der Cartier-einkaufenden Touristen oder das vom älteren Herrn mit Vorkriegszahlungsmitteln, haben wir schon abgehandelt. Und so ein Klischee ist ja doch ein arg naher Verwandter des Vorurteils. Darum ging es dann nämlich in der Rede zum Herrenabend – Toleranz und Vorurteil. Das ist eine Rede, die völlig ohne die Begriffe „Flüchtling“, „AfD“ und „Pegida“ auskommt, und es ist eine Rede, die ich zugegebenermaßen nicht zum ersten Mal gehalten habe. Das liegt daran, dass es mir weiß Gott nicht jeden Tag gelingt, etwas zu schreiben, was gleichermaßen für einen Festkommers wie für einen Herrenabend taugt, weil es ein bisschen unterhaltsam aber auch ein bisschen ernsthaft ist. Ich glaube, dieser Text würde sogar mit ein paar kleinen Änderungen bei einem Parteitag der Grünen recht gut funktionieren, und niemand käme darauf, dass er eigentlich für ein Publikum von vermeintlichen Verteidigern des Patriarchats geschrieben wurde. Aber sowas gelingt mir leider – wie gesagt – nicht jeden Tag. Außerdem habe ich überhaupt nicht vor, jemals bei einem Parteitag der Grünen zu sprechen – und übrigens auch bei sonst keinem Parteitag.


Wie zu erwaten war, schweift das alles hier wieder mal ganz furchtbar ab. Deswegen sage ich nur noch: das Essen war lecker, der Abend war schön, die Cisaren hervorragende Gastgeber und zum Oktoberfest bin ich trotzdem dieses Jahr nicht wiedergekommen. Gegen das habe ich nämlich ein (Vor)urteil. Und jetzt Weihnachtsbilder angucken und Jingle Bells!

Oh, Tantenbaum!


 

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Schönes Wetter heute, was?

Dieses Jahr am 29.06.2017 haben die meisten von uns vermutlich nachgeschaut, ob die Skier in Schuss und die Schlittschuhkufen schön frisch geschliffen sind. Denn mit dem Zufrieren der ersten Seen war in Kürze zu rechnen. Zum gleichen Datum 2016 war es heiß, sehr heiß. Und im Stuttgarter Kessel wehte dazu auch keine erfrischende Brise. Aber wer redet schon vom Wetter? Nur Leute, die sonst nichts zu sagen haben, würde ich sagen.
„Schönes Wetter heute, was?“
„Ja, ach, bisschen schwül halt…“
„Hmmm, und zuhause?“
„Alles gut. Und selbst?“
„Könnt nicht besser klagen.“
„Na dann…schöne Grüße mal. Ich leg mich wieder hin.“

Was ich damit sagen will? Ich glaube, an dem Abend ist wirklich nicht viel Erstaunliches passiert. Es war heiß, ich habe das Haus gefunden und war mehr oder minder pünktlich. Ich habe dran gedacht,
die ordentlichen Schuhe anzuziehen, bevor ich vom Auto zum Haus rüber schwitzte. Die Nachbarschaft war, wenn ich mich recht entsinne, eher ein gehobenes, neueres Wohngebiet als eine Altstadt. Auch die Lesung verlief ohne Zwischenfälle und ich musste leider an dem Abend gleich danach wieder los. Was soll ich also sagen?

Da ziehe ich mich am besten auf die bewährten Rede-Bausteine des Mützenstudenten zurück, wenn es nicht viel zu sagen gibt:
„Danke für gehabtes Verbum!
Nicht ohne hernach…
Vivat, crescat, floreat Hilaritas!
Vivat, crescat, floreat ADB!“

Denn diese wunderbare wenngleich überhitzte Unaufgeregtheit fand bei der Burschenschaft Hilaritas in Stuttgart statt, Mitbegründer der Allgemeinen Deutschen Burschenschaft. Und allein dafür hätten sie hier eigentlich mehr verdient. Aber es war wirklich zu heiß für Kinkerlitzchen. Und Fotos habe ich auch schon wieder vergessen.

 

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Am Rhein, am Rhein…I & II

Vom 2. auf 3. Juni 2016 war ich auf Tournee. Sowas ist anstrengend. Man benötigt etwas mehr als ein Jahr, um sich wieder soweit zu erholen, dass man wieder daran denken und darüber etwas schreiben will. Heute ist es nun endlich so weit und ich stelle mich den Geistern der Vergangenheit. Man muss jedoch an solche Mammutaufgaben mit aller Rationalisierung herangehen, die sich anbietet. Sonst wird man ein Opfer der Überarbeitung und des Leistungsdrucks. Ich werde daher diese zwei Rheinachsenlesungen mit nur einem einzigen hochverdichteten Eintrag behandeln. Wenn mich nicht alles täuscht, habe ich dieses geniale Verfahren schon einmal angewandt und folglich braucht niemand sich schlecht behandelt, unterrepräsentiert, ausgegrenzt oder sonst irgendwie mimimimimi zu fühlen.

Wieso eigentlich Rheinachse? Das ist doch schon wieder so ein scheiß nationalistisches Burschiwort irgendwie, oder? Naja, erst Düsseldorf dann Bingen eben. Da kann man eindeutig von Rheinachse sprechen, auch wenn sich beide gegenseitig als auf der schäl Sick liegend betrachten dürften. Das heißt, es wäre zu vermuten, dass der gemeine Düsseldorfer über Bingen eher gar nicht nachdenkt, während der Binger an sich so dem Weinschlurf verfallen ist, dass er weder über Düsseldorf noch über sonst irgendwas nachdenkt. Aber das ist nur so eine Vermutung. Außerdem sollte ich tunlichst die Klappe halten, weil ich auch nicht den ganzen Tag und abends bei Beleuchtung am Nachdenken über Bingen, Düsseldorf oder den Sinn des Lebens bin. Manchmal denke ich noch nicht mal daran, Fotos zu machen – wie zum Beispiel in Düsseldorf beim VACC.

Ebendiese alten Coburger hatten mich nach Düsseldorf zur Lesung geladen, die in dem Lokal stattfand, in dem sich die Eltern des Organisators einstmals nach dem Umzug nach D-Dorf eine Kerze liehen und das dann deswegen und wegen seines hervorragenden Speckpfannkuchens zum Stammlokal der Familie wurde, Ja, ja…ich schrieb es ja letztes Mal: irgendwann habe ich endlich begonnen mir ein paar wenige Notizen zu den Lesungen zu machen. Ich weiß auch noch, dass die Parkplatzsuche rund um die Schinkelstraße, wo ich nächtigen durfte, schwierig war. Aber das machte mir nichts, weil ich mich die ganze Zeit freute, dass die Schinkelstraße so schön auf die Kinkelstraße reimt, in der ich in Bonn meine ersten zwei Lebensjahre verbrachte. Das verdrängt trotz Notizen fast alle anderen Erinnerungen an den Abend, wenngliech ich mich noch dunkel erinnere, dass eine gar bunt gemischte Schar aller nur erdenklichen Turner und Landser zugegen war – sogar ein mir studienheimischer Freiburger Neu-Preuße. Und außerdem weiß ich noch, dass die Herren meinen ganzen verdammten Bücherkoffer leer gekauft haben, weshalb ich dann doch am nächsten Tag nicht gemütlich nach Bingen fahren konnte, sondern erst noch für Nachschub daheim vorbei hetzen musste.

Alemannia

Turnerschaft mit Panier aber ohne CC

In Bingen erwartete mich auch eine Turnerschaft – allerdings keine des CCs. Mit den Mädels in der Turnerschaft Alemannia täte sich der eine oder andere CCler halt doch ein wenig schwer. Immerhin war die Bingener Hochschule genau zwei Tage vor der Lesung von der FH zur TH befördert worden. Daran läge es also nicht in Sachen CC… aber lassen wir das. Oder gehen wir vielleicht noch auf den dortigen Farbenbruder ein, der bei den Jung-Linken aktiv war, gerne mal im schwarzen Block mit läuft, dennoch grüne Haare hat(te) und außerdem vegan lebt? Dieses Profil fehlt im CC mit Sicherheit noch. Vielleicht wird das also doch noch was mit der Turnerschaft Alemannia im CC…

Mauer

Phantasielose Ingenieure haben auch diese Mauer senkrecht konstruiert

Jedenfalls sind das alles Ingenieure irgendeiner Art da in Bingen. Und die können ja nun gar nix einfach mal so vage im Raum stehen lassen, weil man eben sowas wie Brücken niemals „vage im Raaum“ stehen lässt.Deswegen weiß ich auch jetzt, dass es niemals eine Weißwaren-Firma namens „Pabst“ oder „Papst“ gegeben hat, dass dafür aber eine weitere Möglichkeit der Bezeichnungsherkunft des korporativen Speibeckens das sogeannte Papstspiel ist. Sieht mir ganz so aus,
als wäre das sogar wirklich die gültige Erklärung. So ist das bei Ingenieurs daheim: da werden Fakten geschaffen. Platz für Phantasie ist da nicht.

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Fränkische Demenz

Die selbst gesetzte Bedingung, dass ich mit dem Blog aufhöre, sobald ich mehr als ein Jahr im Hintertreffen bin, habe ich erfüllt. Wären da nicht ein paar einflussreiche „Burschis“, die mich dazu nötigen, trotzdem weiter zu machen, könnte ich endlich wieder mehr Serien gucken und Ego-Shooter zocken. Aber so ist das eben, wenn man sich in die Scientology-artigen Netze der Studentenverbindungen begibt. Da wird man durch schiere dumme Sprüche dazu gezwungen (!!!!), Dinge(!!) zu tun wie z.B. weiterhin und entgegen eigene Ausstiegspläne(!1!!11!!!) hier Sinnlosigkeiten ins Netz zu stellen, auf dass der Rest der Gesellschaft sich einem endgültig entfremde und man den Männern mit den bunten Mützen endgültig auf Gedeih und Verderb (!!) ausgeliefert sein möge. Wer schickt mir schnell die Nummer vom Ausstiegstelefon? Ich halte diese psychische Gewalt bald nicht mehr aus. Bald muss ich schon wieder auf so ein Haus, werde gezwungen, vorzulesen, Spaß zu haben und für lau so viel zu trinken, wie ich bestimmt nicht trinken sollte. Ist das nicht furchtbar? Man bringe mir mein Johanniskraut, einen schönen Tee und die Mobbingministerin. Das muss aufhören!

Gothen-Haus

Gothen-Haus

Spass beiseite jetzt und schnurstracks zum Ernst der Sache:
Ich war in Würzburg – und zwar am 04. Mai 2016 beim K.D.ST.V. Gothia-Würzburg. Ich glaube, man musste dort draußen rauchen. Aber immerhin auf einer sehr ansehnlichen Terrasse, wenn ich mich recht entsinne. Da, guck! Ich hab‘ alles vergessen. Vor 14 Tagen wusste ich noch jedes Detail. Aber jetzt, wo das Jahr überschritten ist, ist alles weg. Solange ich das eingehalten habe, konnte ich ja immer minutiös über jedes Detail berichten und hatte solchen zeilenschindenden Unsinn, aus dem dieser ganze Eintrag besteht, überhaupt nicht nötig. Da war alles immer voller Fakten und Detailberichte – keine Abschweifungen, kein Gedöns. Das kann keiner bestreiten.

Aber jetzt? Nach 374 Tagen? Was will man da erwarten? War bestimmt ne tolle Lesung. Und ab irgendwann 2-3 Termine später habe ich dann endlich begonnen 2-3 Notizen zu machen. Wegen dem Mobbing und so…

So, und jetzt Bilder von der Residenz. Bitte sehr!


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Wohnheimstocherig

Der Autor am Rande

Der Autor am Rande

Wenn Korporationen ca. 148-stöckige Wohn-Wolkenkratzer im Stile der Innenstadt von Shanghai betreiben, finde ich das ja gewöhnungsbedürftig. Andererseits ist der K.St.V. Rechberg Tübingen beileibe nicht der einzige Bund, der sich von dieser Strategie einen besonderen Keilerfolg verspricht – oder ist es doch bloß ein Finanzierungsmodell? Jedenfalls trifft man im Gang auf diese Weise des Öfteren hübsche Jurastudentinnen, die gerade vom Repetitorium in den Seminarräumen der unteren Stockwerke in ihre Zimmer auf den oberen Stockwerken unterwegs sind. Manchmal trifft man sie sogar im Bad. Ob man das jetzt toll finden soll oder nicht liegt an ganz vielen verschiedenen Parametern, die hier nicht näher erläutert werden sollen. Kurz gesagt: das ist ein ziemlich hohes, große, modernes Haus, das sich diese KVer da an einen Berghang gesetzt haben, der selber nicht zum Rechberg gehört, weil der nämlich woanders zu sein scheint und womit das Letztere auch wieder gar nicht – wie angekündigt – kurz gesagt war.

Später dann voller

Später dann voller

Irgendwas muss es ja aber auch sonst noch über die Lesung am 21. April 2016 zu sagen geben…? Das ist mit Sicherheit richtig. Wer aber nun das Datum betrachtet, der merkt auf und stellt sogleich fest: „Aha, die Jahresfrist ist um ein Haar überschritten. Der Autor muss heute bloggen, ob er will oder nicht.“ Und dem kann der Autor, der gerade erst aus dem Elsass zurückkehrt, nicht widersprechen. Kalt hatte es ihn erwischt, dass es am 21.04. höchste Eisenbahn würde und dennoch blieben seine Versuche, per mobilem Device und heutzutage allgegenwärtigem WiFi aus dem französisch-deutschen Grenzland heraus über Tübingen zu bloggen, allzeit halbherzig. Nunmehr an den heimischen Rechner zurückgekehrt, bemerkt er mit Schrecken das Fehlen jeglicher Notizen über den Abend im Schwäbischen. Da man ihn außerdem bereits zum mindestens dritten Male zur Lesung in die schnuckelige alte Universitätsstadt am Neckar (immer noch Tübingen, nicht Heidelberg) gerufen hatte, verschwimmen in seinem alkoholzerfressenen Gehirn abermals die Bilder. Wen traf er doch gleich unerwartet bei dieser Lesung? War da nicht ein Sänger anwesend? Was gab es zum Frühstück? Hatte er (der Autor) viel getrunken? Unser Held, der Autor, jedoch verzagt nicht, sieht keinen Grund zur Schreibblockade. Er macht es einfach wie immer und schreibt das, was ihm gerade in den Sinn kommt. Und wenn einer sich darob verwundern solle oder dumm früge, was der Sinn der Fingerübung sei, dann würde der Autor ihm entgegen: „Hää, Pfeffi?“

Stocherpflicht

Stocherpflicht

Abgesehen vom bisherigen Gesummsabbel möge einfach das Bildmaterial für sich sprechen. Man kann die wichtigsten Details eindeutig erkennen: großes Haus, Autor, Stühle Stocherkahn. Und ja,
auf den Stühlen saßen später Menschen. Aber Fotos von solchen kann man ja sowieso nicht ungefragt ins Internet stellen, weil sie sonst beraubt, gehänselt oder entführt werden könnten, oder…warum darf man das doch gleich nicht? Jedenfalls war die Lesung bestimmt gut. Woher soll ich das andererseits auch wissen? Ich war ja sozusagen gar nicht dabei (siehe oben) oder wenn, dann auf der irgendwie falschen Seite, um das zu beurteilen. Dass man in Tübingen so eine gewisse Mindestanzahl Stocherkähne vor der Tür liegen hat, das fand ich auf jeden Fall gut. So viel weiß ich noch…

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Fuxenaufstellung

Stadionlesung

Stadionlesung

Der 25. Januar 2016 war leider ein Montag. War das wirklich ein Montag? Wie kam es eigentlich dazu? Ich glaube, das war eine Verlegung von einem besser geeigneten Tag im Dezember 2015. Aber letzten Endes las ich beim V.K.D.St. Hasso – Rhenania Mainz tatsächlich an einem Montag. Und das hieß dann aus dem Büro ins Auto, auf die Autobahn, ab nach Mainz, Parkplatz suchen, aussteigen, linker Fuß, rechter Fuß, letzteres oft genug wiederholen, Ding-Dong, „Guten Abend, Hohage, Guilemia…“ usw. Nur hieß das dann eher weniger oft sowas wie „Hängt!“ oder „Sauf, Du Schmutz!“ oder auch einfach nur „Prost!“, denn der feine Herr Autor benötigt neben den Millionen, die er mit dem Buch scheffelt, noch einen Vollzeitnebenjob, um sich sein Leben in Saus und Braus zu ermöglichen. Zu „Saus und Braus“ siehe verschiedene Bilddokumente in diversen anderen Beiträgen zu diesem Blog.

Füxe

Selbst ausgestopft soll man Füxe nicht unbeobachtet lassen…

Hinzu kommt dann auch noch, dass sich so ein alternder Autor trotz (oder wegen?) fehlenden oder zumindest nicht weiter erwähnenswerten Trunkes an einen stressigen Bürotag mit anschließender Lesung ein Jahr später nur noch durch die Fotos erinnert, die er gemacht hat. Das stimmt zwar nicht ganz, aber so Details wie „Haus geräumig, aber irgendwie düster gelegen“ klingen einfach nicht gut und mögen auch subjektive Momentaufnahmen eines unvorteilhaft schneematschigen Abends sein. Drinnen war’s jedenfalls ganz hübsch. Und ich meine mich zu erinnern, dass irgendwer da war, der irgendwen kannte, den ich auch kannte. Irgendwen Unerwartetes. Aber das sind auch solche Anekdoten, die selbst mit Namen nicht gar so spannend sind und ohne Namen erst recht nicht. Also vielleicht nächstes Mal wieder an einem Donnerstag oder Freitag? Da hat mein Hirn meist mehr Kapazitäten frei. 

Die wunderbare Fuxenaufstellung habe ich hingegen zum Glück fotografisch dokumentiert. Man möchte fast titeln „Ja, komm, noch ein bisschen tiefer…guuut machst du das…jaaa…“. Und sowas bei Katholiken! Man möchte fast sagen… aber lassen wir das.

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