Schönes Wetter heute, was?

Dieses Jahr am 29.06.2017 haben die meisten von uns vermutlich nachgeschaut, ob die Skier in Schuss und die Schlittschuhkufen schön frisch geschliffen sind. Denn mit dem Zufrieren der ersten Seen war in Kürze zu rechnen. Zum gleichen Datum 2016 war es heiß, sehr heiß. Und im Stuttgarter Kessel wehte dazu auch keine erfrischende Brise. Aber wer redet schon vom Wetter? Nur Leute, die sonst nichts zu sagen haben, würde ich sagen.
„Schönes Wetter heute, was?“
„Ja, ach, bisschen schwül halt…“
„Hmmm, und zuhause?“
„Alles gut. Und selbst?“
„Könnt nicht besser klagen.“
„Na dann…schöne Grüße mal. Ich leg mich wieder hin.“

Was ich damit sagen will? Ich glaube, an dem Abend ist wirklich nicht viel Erstaunliches passiert. Es war heiß, ich habe das Haus gefunden und war mehr oder minder pünktlich. Ich habe dran gedacht,
die ordentlichen Schuhe anzuziehen, bevor ich vom Auto zum Haus rüber schwitzte. Die Nachbarschaft war, wenn ich mich recht entsinne, eher ein gehobenes, neueres Wohngebiet als eine Altstadt. Auch die Lesung verlief ohne Zwischenfälle und ich musste leider an dem Abend gleich danach wieder los. Was soll ich also sagen?

Da ziehe ich mich am besten auf die bewährten Rede-Bausteine des Mützenstudenten zurück, wenn es nicht viel zu sagen gibt:
„Danke für gehabtes Verbum!
Nicht ohne hernach…
Vivat, crescat, floreat Hilaritas!
Vivat, crescat, floreat ADB!“

Denn diese wunderbare wenngleich überhitzte Unaufgeregtheit fand bei der Burschenschaft Hilaritas in Stuttgart statt, Mitbegründer der Allgemeinen Deutschen Burschenschaft. Und allein dafür hätten sie hier eigentlich mehr verdient. Aber es war wirklich zu heiß für Kinkerlitzchen. Und Fotos habe ich auch schon wieder vergessen.

 

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Über trinkzwang

Das Buch:          Männer-WG mit Trinkzwang    ab 02.07.2012 im Handel "Nenn mich gern weiter Burschi. Ich für meinen Teil bin Sängerschafter. Wir singen manchmal auch vor dem Saufen."        Über die Zimmersuche landete ich 1989 in einer Studentenverbindung. Eigentlich wollte ich nur sechs Wochen bleiben, doch es sieht inzwischen so aus, als würde ein ganzes Leben daraus. Denn auf dem Haus gab es nicht nur ein billiges Zimmer, sondern auch immer etwas zu erleben - auch heute noch, wenn ich immer mal wieder da bin. Im Buch kommt viel Alkohol vor, zudem diverse Verbindungen unterschiedlicher Gattung, Trinkrituale, das Fechten, die Frage nach Historismus, Chauvinismus oder harmlosem "Trachtenverein", seltsame Typen, eine vernachlässigte Freundin, ein paar andere Frauen, ein Revoluzzer, die Uni, einige Kneipen, eine jamaikanische Gottheit, die Bands "Minor Threat" und "Fuck No!" und ein sehr schöner Baum.
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