Vorlesen und Nachtrinken

Bier in Hand an Mensch in Keller

Meine Bundesbrüder sehen mich ja nur noch selten, weil ich in den letzten Jahren meine familiär zugeteilten Zeitkontingente für Biertrinken in Couleur vor allem auf anderen Häusern verbringe, um dort vorzulesen. Als ich dann am 26.01.2017 doch mal wieder bei meinen lieben Sängern in Freiburg war, bestanden die tatsächlich darauf, dass ich nicht nur aus dem gelben Buch vorlesen solle. Nein, ich musste auch davon erzählen, warum man seine Kinder weder Aaron noch Leonie nennt, warum Veganer extrem wichtig für die Integration von Migranten sind, warum man selbst im Wald nicht furzen soll und was der Preis der Freiheit ist. Dafür bekam ich sogar ein Fläschchen lecker zu trinken überreicht, weil ich beim letzten Mal gesagt hatte, dass ja wohl früher mehr Lametta war, so in Sachen Geschenke für Vortragende.

Aber früher war ja einfach generell mehr Lametta. Jetzt verbietet die EU das ganz – und Bleigießen auch. Ist nämlich beides voll gefährlich…und man verdient mit Lametta und Bleigießen auch weniger Geld als mit Tabaksteuer und Waffenexport, wenngleich die beide auch nach neuesten Erkenntnissen unter dem Verdacht stehen, gesundheitsschädlich zu sein. Aber vorher ist erst noch das gefährliche Mett dran – und vermutlich Gummibärchen oder so. Bitte beschützen Sie mich vor mir selbst!

Später in der Nacht wollten dann so gegen 01:00 noch die Teuten zur Lesung kommen, die Stunden vorher angefangen hatte. Die scheinen sich also von noch ziemlich rechts außen um die 1990 zu jetzt vor allem verpeilt entwickelt zu haben. Ist mir so rum lieber…
Außerdem habe ich erfahren, dass ein altes Gedicht von mir es doch tatsächlich geschafft hat, zum jährlichen Silversterritual einer WG und letztlich eines ganzen Freundeskreises zu werden. Was will man als Autor mehr – außer vielleicht an einer Berliner Universitätsfassade stehen und unter großem Rummel dann nach langen Jahren dort wieder entfernt werden…?

 

 

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Über trinkzwang

Das Buch:          Männer-WG mit Trinkzwang    ab 02.07.2012 im Handel "Nenn mich gern weiter Burschi. Ich für meinen Teil bin Sängerschafter. Wir singen manchmal auch vor dem Saufen."        Über die Zimmersuche landete ich 1989 in einer Studentenverbindung. Eigentlich wollte ich nur sechs Wochen bleiben, doch es sieht inzwischen so aus, als würde ein ganzes Leben daraus. Denn auf dem Haus gab es nicht nur ein billiges Zimmer, sondern auch immer etwas zu erleben - auch heute noch, wenn ich immer mal wieder da bin. Im Buch kommt viel Alkohol vor, zudem diverse Verbindungen unterschiedlicher Gattung, Trinkrituale, das Fechten, die Frage nach Historismus, Chauvinismus oder harmlosem "Trachtenverein", seltsame Typen, eine vernachlässigte Freundin, ein paar andere Frauen, ein Revoluzzer, die Uni, einige Kneipen, eine jamaikanische Gottheit, die Bands "Minor Threat" und "Fuck No!" und ein sehr schöner Baum.
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