Fränkische Demenz

Die selbst gesetzte Bedingung, dass ich mit dem Blog aufhöre, sobald ich mehr als ein Jahr im Hintertreffen bin, habe ich erfüllt. Wären da nicht ein paar einflussreiche „Burschis“, die mich dazu nötigen, trotzdem weiter zu machen, könnte ich endlich wieder mehr Serien gucken und Ego-Shooter zocken. Aber so ist das eben, wenn man sich in die Scientology-artigen Netze der Studentenverbindungen begibt. Da wird man durch schiere dumme Sprüche dazu gezwungen (!!!!), Dinge(!!) zu tun wie z.B. weiterhin und entgegen eigene Ausstiegspläne(!1!!11!!!) hier Sinnlosigkeiten ins Netz zu stellen, auf dass der Rest der Gesellschaft sich einem endgültig entfremde und man den Männern mit den bunten Mützen endgültig auf Gedeih und Verderb (!!) ausgeliefert sein möge. Wer schickt mir schnell die Nummer vom Ausstiegstelefon? Ich halte diese psychische Gewalt bald nicht mehr aus. Bald muss ich schon wieder auf so ein Haus, werde gezwungen, vorzulesen, Spaß zu haben und für lau so viel zu trinken, wie ich bestimmt nicht trinken sollte. Ist das nicht furchtbar? Man bringe mir mein Johanniskraut, einen schönen Tee und die Mobbingministerin. Das muss aufhören!

Gothen-Haus

Gothen-Haus

Spass beiseite jetzt und schnurstracks zum Ernst der Sache:
Ich war in Würzburg – und zwar am 04. Mai 2016 beim K.D.ST.V. Gothia-Würzburg. Ich glaube, man musste dort draußen rauchen. Aber immerhin auf einer sehr ansehnlichen Terrasse, wenn ich mich recht entsinne. Da, guck! Ich hab‘ alles vergessen. Vor 14 Tagen wusste ich noch jedes Detail. Aber jetzt, wo das Jahr überschritten ist, ist alles weg. Solange ich das eingehalten habe, konnte ich ja immer minutiös über jedes Detail berichten und hatte solchen zeilenschindenden Unsinn, aus dem dieser ganze Eintrag besteht, überhaupt nicht nötig. Da war alles immer voller Fakten und Detailberichte – keine Abschweifungen, kein Gedöns. Das kann keiner bestreiten.

Aber jetzt? Nach 374 Tagen? Was will man da erwarten? War bestimmt ne tolle Lesung. Und ab irgendwann 2-3 Termine später habe ich dann endlich begonnen 2-3 Notizen zu machen. Wegen dem Mobbing und so…

So, und jetzt Bilder von der Residenz. Bitte sehr!


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Über trinkzwang

Das Buch:          Männer-WG mit Trinkzwang    ab 02.07.2012 im Handel "Nenn mich gern weiter Burschi. Ich für meinen Teil bin Sängerschafter. Wir singen manchmal auch vor dem Saufen."        Über die Zimmersuche landete ich 1989 in einer Studentenverbindung. Eigentlich wollte ich nur sechs Wochen bleiben, doch es sieht inzwischen so aus, als würde ein ganzes Leben daraus. Denn auf dem Haus gab es nicht nur ein billiges Zimmer, sondern auch immer etwas zu erleben - auch heute noch, wenn ich immer mal wieder da bin. Im Buch kommt viel Alkohol vor, zudem diverse Verbindungen unterschiedlicher Gattung, Trinkrituale, das Fechten, die Frage nach Historismus, Chauvinismus oder harmlosem "Trachtenverein", seltsame Typen, eine vernachlässigte Freundin, ein paar andere Frauen, ein Revoluzzer, die Uni, einige Kneipen, eine jamaikanische Gottheit, die Bands "Minor Threat" und "Fuck No!" und ein sehr schöner Baum.
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