Heiß, heiß, heiß…

Abends heiß

Abends heiß

oh, Baby, heiß! So war das am 04.07.2015, als mich die Landsmannschaft Hasso-Borussia bereits zum zweiten Mal seit Erscheinen des Buches zur Lesung geladen hatte. Das Quecksilber zeigte (total neue, super hippe Formulierung) 49° im Schatten und um jeden, der zu lang an der selben Stelle stand, bildete sich binnen weniger Minuten ein kleiner Salzsee. Manch einer, so auch der Autor persönlich, ließ bis kurz vor Beginn der eigentlichen Veranstaltung das Hemd offen stehen und gewährte Einblick auf Feinripp (Das wäre ein toller NDW-Titel gewesen: „Einblick auf Feinripp“ nach verlinkter Weise). Daran störte sich kaum jemand – vor allem weil im Vergleich zur Lesung im Herbst 2012, die den Kneipsaal der Hasso-Borussia gut gefüllt hatte (und das will schon was heißen), nicht gar so viel los war. Aber wer würde das bei 51° im Schatten auch anders erwarten? 

Es mag aber auch daran gelegen haben, dass wenige Meter weiter bei 53° im Schatten das Ketzerbach-Fest tobte. Das kann es eigentlich nur gewesen sein, wenn wir mal ausnahmsweise ausschließen, dass entweder rechte Burschenschaften oder linke Zecken daran schuld gewesen sein könnten, obwohl eine der beiden genannten Parteien sonst eigentlich an allem Schuld ist. Na gut, vielleicht nicht an allem, aber mindestens am Klimawandel, der allgemeinen Verzeckung, der allgemeinen Verrechtsung, der letzten Versuchung, dem ZDF und an der kleinen Macke im Gartentor von Herrn Gruber-Semmelsburger aus Niederaula.

Morgens auch heiß

Morgens auch heiß

Trotz der 55° ging das mit der Lesung dann aber irgendwie. Es wurden kalte Fußbäder gereicht und ich behalf mir beim Lesen mit den mitgebrachten Frottee-Schweißbändern, die ich aus den 80ern rüber gerettet habe. Ein hübsches Bild ist das jedenfalls, wenn man von den allgegenwärtigen Schweißflecken absieht. Aber in Wirklichkeit war es natürlich ganz anders als uns der wie immer vor sich hin fabulierende Autor glauben machen will. Trotzdem ging es später noch bei 57° (ja, es wurde am späteren Abend immer heißer) zum Ketzerbach-Fest und alles insgesamt war irgendwie marburgsch und recht hübsch. Nur als ich am nächsten Morgen bei 59° bergan zum Parkplatz beim Wingolf stieg und mich des Hemdes entledigen musste, auf dass ich beim Fahrzeuge ankommend noch ein trockenes ebensolches haben möge, dachte ich an diesen musikalischen Kommentar zur Szene.

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Über trinkzwang

Das Buch:          Männer-WG mit Trinkzwang    ab 02.07.2012 im Handel "Nenn mich gern weiter Burschi. Ich für meinen Teil bin Sängerschafter. Wir singen manchmal auch vor dem Saufen."        Über die Zimmersuche landete ich 1989 in einer Studentenverbindung. Eigentlich wollte ich nur sechs Wochen bleiben, doch es sieht inzwischen so aus, als würde ein ganzes Leben daraus. Denn auf dem Haus gab es nicht nur ein billiges Zimmer, sondern auch immer etwas zu erleben - auch heute noch, wenn ich immer mal wieder da bin. Im Buch kommt viel Alkohol vor, zudem diverse Verbindungen unterschiedlicher Gattung, Trinkrituale, das Fechten, die Frage nach Historismus, Chauvinismus oder harmlosem "Trachtenverein", seltsame Typen, eine vernachlässigte Freundin, ein paar andere Frauen, ein Revoluzzer, die Uni, einige Kneipen, eine jamaikanische Gottheit, die Bands "Minor Threat" und "Fuck No!" und ein sehr schöner Baum.
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