Ich verachte Ihre Meinung

Am 14.12.2013 war Thomastag in Nürnberg. Der war bis dato gänzlich an mir vorbei gegangen. Aber diesmal sollte ich für den Kommers des Schwarzburgbundes den Festredner geben. Ja, das sind die mit einer kunterbunten Mischung aus rein männlichen, rein weiblichen und gemischten Verbindungen. Und was soll ich sagen, auch wenn manch ein klassischer Männerbund es nicht glauben mag: der Präside des Kommerses gehörte zum Besten, was ich an Kommerspräsiden erlebt habe und beim Einmarschieren sehen alle Chargierten gleichermaßen albern aus – egal welchen Geschlechts und welchen Dachverbandes.

Meine Rede ging wohl auch in Ordnung, wenn man mal annimmt, dass das Aufstehen der Corona beim Applaudieren nicht plötzlichen kollektiven Gesäßschmerzen geschuldet war. Betrachtungen rund um das wunderbare Zitat: „Ich verachte Ihre Meinung, aber ich gäbe mein Leben dafür, dass Sie sie sagen dürfen.“ (Evelyn Beatrice Hall)
Und danach den Rest des Abends damit zu verbringen, Tischdeko beim Kommers zu zerstören (in Maßen) und sich später im korporiert bewohnten Satdtmauerturm zu betrinken (gerade noch in Maßen) ging ebenfalls in Ordnung.

Bilder: keine. Nürnberg ist bekanntlich ein hässlicher Industriemoloch ohne Altstadt, Burg oder Christkindlmarkt.

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Über trinkzwang

Das Buch:          Männer-WG mit Trinkzwang    ab 02.07.2012 im Handel "Nenn mich gern weiter Burschi. Ich für meinen Teil bin Sängerschafter. Wir singen manchmal auch vor dem Saufen."        Über die Zimmersuche landete ich 1989 in einer Studentenverbindung. Eigentlich wollte ich nur sechs Wochen bleiben, doch es sieht inzwischen so aus, als würde ein ganzes Leben daraus. Denn auf dem Haus gab es nicht nur ein billiges Zimmer, sondern auch immer etwas zu erleben - auch heute noch, wenn ich immer mal wieder da bin. Im Buch kommt viel Alkohol vor, zudem diverse Verbindungen unterschiedlicher Gattung, Trinkrituale, das Fechten, die Frage nach Historismus, Chauvinismus oder harmlosem "Trachtenverein", seltsame Typen, eine vernachlässigte Freundin, ein paar andere Frauen, ein Revoluzzer, die Uni, einige Kneipen, eine jamaikanische Gottheit, die Bands "Minor Threat" und "Fuck No!" und ein sehr schöner Baum.
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