Schottland liegt im Schwäbischen

Typisch schottische Einrichtung

Typisch schottische Einrichtung

Nicht alle Mützenvereine heißen „Hermannia Teutonensia Alemaninia“ oder so ähnlich. Und man muss als Verbindung auch nicht immer gleich Igel heißen, um einen seltsamen Namen zu haben. Auch diejenigen, deren Gast ich am 13.06.2013 in Tübingen die Ehre hatte zu sein, fallen als Landsmannschaft Schottland durchaus auf unter den zahllosen X-Ypsilonensias. Dabei ist die Geschichte ihres Namens relativ profan und nicht etwa ihrer Mitwirkung in irgendwelchen schottischen Freiheitskämpfen an der Seite von Braveheart, Connor McLeod oder Rob Roy geschuldet:
Man kneipte (trank) Mitte des 19. Jahrhunderts in noch loser Runde in einem Lokal, das nach seinem Inhaber Carl Schott als „Schottei“ bekannt war. Und als man sich dann 1852 einen Namen und alsbald Farben zulegte, da war man in Tübingen schon als „die Schotten“ bekannt – vermutlich als die Schotten, die öfter mal dicht waren. Aber mit der Rangliste der urältesten Kalauer beschäftigen wir uns hier ja zum Glück nicht.

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Und einen tollen Gästebuchzeichner haben diese Schotten!

Schottland liegt jedenfalls auf dem Österberg und nicht in Großbritannien und man spricht hier auch kein Gälisch sondern Schwäbisch, welches mir geringfügig verständlicher ist. Maria Stuart war auch verhindert, dafür aber war meine Kusine aus Mössingen mit Mann und Tochter bei der Lesung zu Gast, sowie auch einige Korporierte anderer Bünde. Nur die Verbandsbrüder der unweit gelegenen Sängerschaft Hohentübingen waren anscheinend durch wichtige Spontan-Convente, Presstraining, Paukstunde oder ähnliches verhindert und ließen sich durch einen einzelnen Alten Herren vertreten. Dafür haben die eine sehr hübsch gemachte Webseite, wie ich gerade feststelle.

Der Abend verlief dann – wie ich hoffe – unterhaltsam. Ich war sogar aufgefordert ein paar Poetry Slam Texte einzuflechten, die fast noch besser ankamen als das gelbe Buch an sich. Nur betrunken vom Österberg gekugelt ist niemand und auch sonstige außergewöhnliche Stunts blieben aus. Vielleicht nächstes Mal…

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Über trinkzwang

Das Buch:          Männer-WG mit Trinkzwang    ab 02.07.2012 im Handel "Nenn mich gern weiter Burschi. Ich für meinen Teil bin Sängerschafter. Wir singen manchmal auch vor dem Saufen."        Über die Zimmersuche landete ich 1989 in einer Studentenverbindung. Eigentlich wollte ich nur sechs Wochen bleiben, doch es sieht inzwischen so aus, als würde ein ganzes Leben daraus. Denn auf dem Haus gab es nicht nur ein billiges Zimmer, sondern auch immer etwas zu erleben - auch heute noch, wenn ich immer mal wieder da bin. Im Buch kommt viel Alkohol vor, zudem diverse Verbindungen unterschiedlicher Gattung, Trinkrituale, das Fechten, die Frage nach Historismus, Chauvinismus oder harmlosem "Trachtenverein", seltsame Typen, eine vernachlässigte Freundin, ein paar andere Frauen, ein Revoluzzer, die Uni, einige Kneipen, eine jamaikanische Gottheit, die Bands "Minor Threat" und "Fuck No!" und ein sehr schöner Baum.
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