Fackeln im Sturm

…oder im Ohr oder in der Hand oder im Auge oder im Fokus oder im Spiegel oder im Obermain-Tagblatt oder als Stein des Anstoßes oder in der Feuerlöschtonne, weil man ja eh kaum noch stehen kann nach x Tagen Weinheim/Coburg/Eisenach. Jedenfalls ist die Fackel an sich bzw. die Fackel in einem Zug, also der Fackelzug, für die Öffentlichkeit immer wieder ein größerer Stein des Anstoßes als z.B. das Bier in einem Zug. Woran das liegt, brauchen wir hier sicherlich nicht näher zu erörtern. Feuer, Mystik, Feurschalen auf Thingstätten (Heidelberg, Loreley, Berlin), etc. Einzig ebenbürtiger Rivale der Flamme ist da höchstens die Memel, wenn sie in einer Zeile mit der Maas auftaucht. Spätestens die Kombination gibt den einen zu denken, den anderen zu trinken.

Fackelzug_Weinheim

Fackelzug in Weinheim

Was mir also hinsichtlich der Fackeln zu trinken gibt und was ich alle Leser zu überdenken auffordere ist, die Tatsache, dass auf die Fackelzüge verschiedener Anlässe, verschiedener Dachverbände sehr unterschiedlich reagiert wird. Mag jetzt nicht weiter verwunderlich sein, findet der eine. Dem anderen, am Ende gar dem nicht Korporierten, mag es Anlass sein, ein paar Unterschiede zwischen Corps, Buxen, Landsern, etc. herauszufinden. Aber vielleicht kann man auch anhand der Fackelzüge einfach mal die eigene Öffentlichkeitsarbeit überdenken. Wie wär’s?

Ab hier in Beispielen.
Aber eigentlich muss man fast nur die Titel lesen, oder?

Weinheim:
„Weinheimer Corpstagung: Es ist eine Riesensause!“

Coburg:
„Geteilte Meinungen und Plattitüden“

Eisenach:
„Burschentag in Eisenach: Fackelzug in die Vergangenheit“

Ein Schelm, der da meint, ich habe die kurze Liste irgendwie sortiert.
Man kann natürlich über die politische Position der jeweiligen Presseorgane diskutieren. Aber ich persönlich halte den Spiegel heutzutage nicht mehr für ein linkes Kampfblatt, das Obermain-Tagblatt nicht für Indymedia und die RNZ nicht für eine Stimme im Bereich von JF oder PI-News.

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Über trinkzwang

Das Buch:          Männer-WG mit Trinkzwang    ab 02.07.2012 im Handel "Nenn mich gern weiter Burschi. Ich für meinen Teil bin Sängerschafter. Wir singen manchmal auch vor dem Saufen."        Über die Zimmersuche landete ich 1989 in einer Studentenverbindung. Eigentlich wollte ich nur sechs Wochen bleiben, doch es sieht inzwischen so aus, als würde ein ganzes Leben daraus. Denn auf dem Haus gab es nicht nur ein billiges Zimmer, sondern auch immer etwas zu erleben - auch heute noch, wenn ich immer mal wieder da bin. Im Buch kommt viel Alkohol vor, zudem diverse Verbindungen unterschiedlicher Gattung, Trinkrituale, das Fechten, die Frage nach Historismus, Chauvinismus oder harmlosem "Trachtenverein", seltsame Typen, eine vernachlässigte Freundin, ein paar andere Frauen, ein Revoluzzer, die Uni, einige Kneipen, eine jamaikanische Gottheit, die Bands "Minor Threat" und "Fuck No!" und ein sehr schöner Baum.
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2 Antworten zu Fackeln im Sturm

  1. Urs schreibt:

    Warum werden Fackelzüge eigentlich nur mit Korporierten assoziiert? Hierzulande (zumindest in der Schweiz) gab es auch Faceklzüge von linken Organisationen (was aber zugegebenermassen etwas aus der Mode gekommen ist…).

    • cundar schreibt:

      „gab es auch Faceklzüge von linken Organisationen“. Die gute FDJ hatte ihre große Freude daran. 🙂 Pfadfinder, Schützenvereine o.ä. machen das bis heute auch noch. Also werden Fackelzüge nicht nur auf Verbindungsstudenten bezogen.
      Es ist einfach eine beeindruckende Erscheinung und „Feuer“ vermittelt halt meist auch eine wohlige Gemeinschaftsatmosphäre. Man kann es aber natürlich auch gnadenlos übertreiben. Siehe die Spezis in Nordkorea: http://www.youtube.com/watch?v=5i5yAJclgJw

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