Neues Band

Um nicht ganz aus der Übung zu kommen, poste ich mal eine Kleinigkeit, um die Zeit zu überbrücken, bis sich mal wieder ein Thema für eine längere Abhandlung anbiedert.

22 Jahre habe ich jetzt nicht nur das gleiche sondern dasselbe Band getragen. Schweiß, Bier, Blut und sonstiges haben es verfärbt und vergilbt, aber es ist nun mal MEIN Band. Jetzt allerdings beginnt sich auch die Perkussion aufzulösen und die Farben sind endgültig nicht mehr erkennbar. Gleichzeitig beginnt in wenigen Wochen das Wintersemester und damit für mich eine Reihe von Lesungen auf einigen Häusern verschiedenster Dachverbände (bisher DS, CC, WSC, CV, DB). Da möchte ich dann doch etwas klarere Farbe bekennen.
Deswegen habe ich heute bei meiner Sängerschaft zwei Meter Band bestellt. Aber es wird mir weh tun, das alte, mir 1990 verliehene Burschenband zu dekommissionieren. In ihm habe ich schließlich vieles von dem erlebt, was in Männer-WG mit Trinkzwang beschrieben ist. Aber ich bin eben auch eher der Typ, der einem alten, gut eingelatschten Paar Stiefel, deren Rahmennaht sich unwiederbringlich auflöst, hinterher weint, statt sich über die neuen zu freuen. So ist das wohl mit den Angehörigen vergangenheitsbezogener Organisationen…

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Über trinkzwang

Das Buch:          Männer-WG mit Trinkzwang    ab 02.07.2012 im Handel "Nenn mich gern weiter Burschi. Ich für meinen Teil bin Sängerschafter. Wir singen manchmal auch vor dem Saufen."        Über die Zimmersuche landete ich 1989 in einer Studentenverbindung. Eigentlich wollte ich nur sechs Wochen bleiben, doch es sieht inzwischen so aus, als würde ein ganzes Leben daraus. Denn auf dem Haus gab es nicht nur ein billiges Zimmer, sondern auch immer etwas zu erleben - auch heute noch, wenn ich immer mal wieder da bin. Im Buch kommt viel Alkohol vor, zudem diverse Verbindungen unterschiedlicher Gattung, Trinkrituale, das Fechten, die Frage nach Historismus, Chauvinismus oder harmlosem "Trachtenverein", seltsame Typen, eine vernachlässigte Freundin, ein paar andere Frauen, ein Revoluzzer, die Uni, einige Kneipen, eine jamaikanische Gottheit, die Bands "Minor Threat" und "Fuck No!" und ein sehr schöner Baum.
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3 Antworten zu Neues Band

  1. Julian Bayer schreibt:

    Der Trick ist, das alte Band zum hochoffiziellen Festtagsband zu erklären und nur noch zu wichtigen Anlässen (z.B. rundes Stiftungsfest) zu tragen. Damit wird es nicht dekommissioniert, sondern befördert! 😉

  2. Julian Bayer schreibt:

    Ja davon bin ich natürlich ausgegangen, genau! 😉

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