Drei Wochen Trinkzwang – Bilanz, Teil 1

Sauteich im Vogtland

Die Nummer 1

Seit drei Wochen ist „Männer-WG mit Trinkzwang“ jetzt offiziell auf dem Markt und seit ungefähr zehn Wochen ist dieses Blog online. Seitdem ist einiges passiert. Es folgt eine Art Collage ohne Anspruch auf Vollständigkeit, Zitatrichtigkeit, politische Korrektheit oder jedwede Relevanz.

Von den bisherigen Verkaufszahlen habe ich keine Ahnung und wenn ich sie hätte, dann würde ich das bestimmt nicht hier herum posaunen. Das könnte nur entweder armselig, mittelmäßig oder angeberisch wirken – und wer will das schon? Aber immerhin habe ich heute herausgefunden, wie ich behaupten kann, dass „Männer-WG mit Trinkzwang“ die Nummer 1 sei. Nach dem Prinzip „größtes stehendes Gewässer nördlich der Alpen in dem die Buchstaben S, A, U, T, E, I, C, H vorkommen“. Man suche bei Amazon nach „Studentenverbindung“ und sortiere dann nach „Beliebtheit“ und schwupps!
Gut, abgesehen davon bewegt sich die Sache eher auf Gesamträngen zwischen 1.000 und 3.000. Aber wenn man nur richtig segmentiert, dann klappt das mit der Nummer 1 ganz problemlos.

Was habe ich dafür getan, außer Jahre meines Lebens zu versaufen und dann ein Buch von läppischen 288 Seiten darüber zu schreiben? Ich bin zum Beispiel bei Facebook und Twitter und sonstwo einer Menge Leute mit Blogposts auf die Eier (unisex Ausdruck) gegangen, die sich sicher schon gefreut haben, dass jetzt seit fast zwei Wochen Ruhe war. Die haben sich am Ende schon sicher gefühlt, haben die sich! Aber da haben die mein Mitteilungsbedürfnis weit unterschätzt (Zitat zum Zitieren, bevor man sich beschwert, dass einem meine Blogposts auf die Eier (immernoch unisex) gehen).

Ob das alles was genützt hat oder nicht, weiß ich nicht, aber es hat Spaß gemacht und macht ihn noch. Das Blog zumindest hatte im Juni 10.000 Seitenaufrufe, was ja für so’n Blog unter 243,2 Millionen (Ärmelschüttel, Wilkür) anderen gar nicht mal übel ist. Gebracht hat es mir auf jeden Fall ein paar neue Facebook-Freunde, einmal den Ausdruck der „Verwunderung“ (kann man als „freundliche Aufforderung zum Fechten“ verstehen, wenn man will…oder es lassen), die Ablehnung meiner Angebote an ein paar NGOs für sie bei Lesungen Spenden zu sammeln, mehr oder minder versehentlichen direkten Kontakt zu beiden seiten der aktuellen Streitigkeiten in der Deutschen Burschenschaft, eine ganz neue Art von Bindung an mein eigenes Korporiertentum, Hinweise auf mehrere (einstellig) inhaltliche Fehler und…

…ein paar tolle Leserbriefe und einige Einladungen zu Lesungen. Aber darüber in Kürze mehr. Ist selbst für licht- und frischluftscheues Gesindel wie schreibende Verbindungsstudenten (extrem lichtscheue Kombination) schon verdammt spät.

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Über trinkzwang

Das Buch:          Männer-WG mit Trinkzwang    ab 02.07.2012 im Handel "Nenn mich gern weiter Burschi. Ich für meinen Teil bin Sängerschafter. Wir singen manchmal auch vor dem Saufen."        Über die Zimmersuche landete ich 1989 in einer Studentenverbindung. Eigentlich wollte ich nur sechs Wochen bleiben, doch es sieht inzwischen so aus, als würde ein ganzes Leben daraus. Denn auf dem Haus gab es nicht nur ein billiges Zimmer, sondern auch immer etwas zu erleben - auch heute noch, wenn ich immer mal wieder da bin. Im Buch kommt viel Alkohol vor, zudem diverse Verbindungen unterschiedlicher Gattung, Trinkrituale, das Fechten, die Frage nach Historismus, Chauvinismus oder harmlosem "Trachtenverein", seltsame Typen, eine vernachlässigte Freundin, ein paar andere Frauen, ein Revoluzzer, die Uni, einige Kneipen, eine jamaikanische Gottheit, die Bands "Minor Threat" und "Fuck No!" und ein sehr schöner Baum.
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