Party, Presse, Psychologie, Paranoia

Es ist schon wieder nach zwei Uhr nachts und ich habe ja eigentlich noch einen ordentlichen Beruf – zusätzlich zum Schreiben suspekter Bücher. Das hier sollte sich also besser kurz fassen. Der Reihe nach:
Mittwoch abend war Release-Party des Buches im Karl. Das war schön. Und es waren von Kollegen und Freunden über einige Vertreter des WSC und Vertreterinnen einer ADV bis hin zu einigen Mitgliedern einer Anti-Diskriminierungs-Initiative (friedlich) recht unterschiedliche Menschen anwesend. Das war schön.

Außerdem gibt es neue Presse. Abermals ein Interview. Warum schreiben nicht ein paar mehr Leute einfach eine Rezension? Wär mir eigentlich ganz recht. Müsste ich mir nicht immer den Mund fusselig reden, wo ich mir doch schon den Buckel krumm geschrieben habe. Siehe jedenfalls hier:
„Ein Anachronismus der Spaß machen kann“

Als wahre Scherzkekse erweisen sich hingegen manche Buchhändler. Hier vor Ort fand ich mein Buch in der Rubrik „Psychologische Ratgeber“ (wohl wegen „Trinkzwang“), was ich sogleich richtig gestellt habe. Ein Leser berichtet, dass die Antwort auf seine Frage, wo das Buch stünde, „ganz rechts“ gelautet habe. Und irgendwo stehe ich bestimmt auch nach Autoren sortiert gleich neben „Menstruation: Eine explorative Studie zur Geschichte und Bedeutung eines Tabus“ von Kristina Hohage (meines Wissens nicht verwandt).

Paranoid hingegen zeigten sich mehrere NGOs, die sich nicht mit dem bösen, bösen Verbindungsthema assoziiert sehen wollten. Ich hatte dreien angeboten, im Rahmen der Lesung für sie Spenden zu sammeln. Alle antworteten freundlich aber thematisch begründet ablehnend. Nun denn…

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Über trinkzwang

Das Buch:          Männer-WG mit Trinkzwang    ab 02.07.2012 im Handel "Nenn mich gern weiter Burschi. Ich für meinen Teil bin Sängerschafter. Wir singen manchmal auch vor dem Saufen."        Über die Zimmersuche landete ich 1989 in einer Studentenverbindung. Eigentlich wollte ich nur sechs Wochen bleiben, doch es sieht inzwischen so aus, als würde ein ganzes Leben daraus. Denn auf dem Haus gab es nicht nur ein billiges Zimmer, sondern auch immer etwas zu erleben - auch heute noch, wenn ich immer mal wieder da bin. Im Buch kommt viel Alkohol vor, zudem diverse Verbindungen unterschiedlicher Gattung, Trinkrituale, das Fechten, die Frage nach Historismus, Chauvinismus oder harmlosem "Trachtenverein", seltsame Typen, eine vernachlässigte Freundin, ein paar andere Frauen, ein Revoluzzer, die Uni, einige Kneipen, eine jamaikanische Gottheit, die Bands "Minor Threat" und "Fuck No!" und ein sehr schöner Baum.
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